Strategieprozess für Flensburgs Industrie- und Gewerbeflächen gestartet

31.01.2026

Strategieprozess zur zukünftigen strategischen Ausrichtung der Stadt
Flensburg im Hinblick auf den Ausweis und Planung von Industrie-
und Gewerbeflächen auf den Weg gebracht!

Im Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung wurde am
20.01.2026, der gemeinsame Antrag der Ratsfraktionen von CDU, SSW,
SPD, sowie der FDiF beschlossen. Nur die drei Vertreter*innen der
Ratsfraktion Bündnis 90/Grüne enthielten sich der Stimme. Das Linke
Bündnis unterstützte ebenfalls die Beschlussvorlage.

Nun kann es also losgehen, die Weichen wurden gestellt. Die
Beschlusslage wird von einer breiten politischen Mehrheit getragen! Die
Planungsabteilung der Stadt Flensburg wird sich auf den Weg machen
müssen, noch im ersten Quartal 2026 einen Strategieprozess vorzubereiten,
der den Blick auf den Status Quo der Industrie- und Gewerbeflächen im
Stadtgebiet legt und Zeit einräumt, Parameter für die zukünftige
strategische Ausrichtung der Stadt Flensburg festzulegen. Bereits im Jahr
2017 wurde ein Ratsbeschluss über das sogenannte Vier Säulen Modell
gefasst.

Inhalt des Vier Säulen Modells war u.a. als ständige Größe, 30 ha an
Industrie- und Gewerbefläche im Stadtgebiet vorzuhalten. Dieser
Ratsbeschluss wurde zwar im Jahr 2022 im Stadtentwicklungsausschuss
dahingehend fortgeschrieben, dass nur, aufgrund des damals schon
bestehenden Flächenmangels, noch 10 ha an Entwicklungsflächen
vorzuhalten sind, insbesondere wurde aber bereits damals gefordert, dass
die Stadt Flensburg ein gesamtstädtisches Konzept zur Bestandssicherung
und Weiterentwicklung von Wirtschaftsflächen erarbeiten sollte. „Das ist
leider bis zum heutigen Tage nicht erfolgt“ - so Barbara Asmussen,
Planungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion in Flensburg.

„Hierauf setzt unsere Beschlussvorlage auf, wir brauchen vor dem
Hintergrund, der nur begrenzt zur Verfügung stehenden Gewerbeflächen
eine Art Denkfabrik, wo wir uns Zeit nehmen, gemeinsam mit allen
Akteuren, Rahmenbedingungen zu diskutieren, wie z.B. Zuständigkeiten,
Sanierungsgebiete, Erbpacht usw. ohne dabei, - und das möchte ich
ausdrücklich betonen- die für die Stadt Flensburg wertvolle
Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden in Frage zu stellen. Die Stadt
Flensburg ist im Wandel, wir bekommen durch die Umgestaltung des
Quartiers Hafen-Ost mittelfristig neue gewerbliche Entwicklungsflächen
hinzu, das müssen wir nutzen, denn die bedarfsgerechte Bereitstellung von
Gewerbeflächen ist ein zentraler Faktor der Stadtentwicklung und der
Wirtschaftsförderung! Faktoren, wie Lage, Verfügbarkeit, Flächengröße,
Prozessabwicklung und Planungssicherheit, spielen dabei eine
entscheidende Rolle – und darüber müssen wir sprechen!“
„Der Strategieprozess muss als Ergebnis auch die WIREG als
Vermarktungspartner der Stadt Flensburg in die Lage versetzen,
marktgerechte Grundstücke anzubieten und auf Anfragen positiv reagieren
zu können,“ betonte Rainer Körber, Planungspolitische Sprecher der
SPD-Fraktion. „Dazu gehört neben der Verfügbarkeit von Flächen auch
ein preisliches Niveau, das für Unternehmen attraktiv ist und damit
Arbeitsplätze schafft und Gewerbesteuereinnahmen generiert,“ so Körber
weiter.

„Flensburg braucht, um sich entwickeln zu können, wettbewerbsfähige
Gewerbegrundstücke, auf denen sich neue Betriebe ansiedeln und
bestehende erweitern können. Damit schaffen und sichern wir
Arbeitsplätze. Gleichzeitig erhalten und sichern wir die Steuerkraft der
Stadt Flensburg. Wettbewerbsfähig heißt, dass die Preise für
Gewerbegrundstücke nicht über denen des Umlandes liegen dürfen. Für
Industriebetriebe, für deren Erweiterungspläne in Flensburg nicht
genügend Fläche vorhanden ist, müssen wir weiterhin mit den
Umlandgemeinden vertrauensvoll zusammenarbeiten, namentlich mit der
WIREG.“ Das erklärte der Planungspolitische Sprecher der FDiF-
Fraktion Christoph Meißner.

„Wir begrüßen ausdrücklich, das mit dem beschlossenen Strategieprozess
nun der notwendige Rahmen geschaffen wird, um die zukünftige
Entwicklung von Industrie- und Gewerbeflächen in Flensburg strukturiert
und gemeinsam anzugehen“, erklärt Glenn Dierking, Planungspolitischer
Sprecher der SSW-Ratsfraktion. „Flensburg braucht auch künftig eine
gezielte Weiterentwicklung von Gewerbeflächen, um Arbeitsplätze zu
sichern und wirtschaftlich handlungsfähig zu bleiben. Gleichzeitig sind wir
als Stadt in unserer Fläche begrenzt. Deshalb muss der Schwerpunkt
zunächst klar auf Nachverdichtung und der Nutzung bereits versiegelter
Flächen liegen, bevor weitere Grünflächen in Anspruch genommen
werden. Gerade die Flächen im Bereich Hafen-Ost bieten hier großes
Potenzial und sollten vorrangig genutzt werden.

Ebenso entscheidend ist die enge Zusammenarbeit mit den
Umlandgemeinden. Wirtschaftsentwicklung endet nicht an der Stadtgrenze.
Deshalb setzen wir uns für eine starke Einbindung der WiREG in diesen
Strategieprozess ein und haben unter anderem den Anstoß für ein
gemeinsames Gewerbegebiet mit Harrislee gegeben. Der nun gestartete
Prozess ist ein wichtiger Schritt, um diese Fragen gesamtregional,
vorausschauend und im Schulterschluss zu klären.“

Kontakt und inhaltlich verantwortlich für die CDU-Fraktion:
Barbara Asmussen
Planungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion
Mobil 015151100616
b_asmussen [at] outlook.de

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