Wir lassen uns nicht einschüchtern!

07.04.2026

In der Nacht zum 6. April wurden die Büros der Flensburger Parteien Bündnis 90/Die Grünen, CDU, Die Linke, SPD und SSW  beschädigt. An allen Büros wurden mit Lackfarbe Deutschlandflaggen aufgesprüht. Dazu wurden rechtsextreme Sticker an einigen der Bürofassaden angebracht. Am Parteibüro von Bündnis 90/ Die Grünen wurde eine Glasscheibe beschädigt. Außerdem wurden an einigen der Büros Rückstände von Molotow-Cocktails gefunden.

In der Nacht zum 7. April wurden Brandanschläge an den Büros von Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke sowie der SPD verübt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Annabell Pescher, Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Flensburg:
„Diese Angriffe gegen unsere Parteibüros sind feige und treffen alle Menschen, die sich für unsere demokratische Gesellschaft engagieren. Ganz egal ob in Parteien, Sportvereinen oder in der Nachbarschaft. Wir werden nicht weichen und uns weiterhin gemeinsam für ein vielfältiges und buntes Flensburg stark machen.“

Uta Wentzel, MdL, Vorsitzende der CDU Flensburg:
„Wir demokratischen Parteien stehen fest zusammen, Seite an Seite. Wir verurteilen die Gewalt insgesamt und ausnahmslos. Diese feigen Aktionen sollen unsere demokratischen und ehrenamtlich aktiven Mitglieder einschüchtern. Es ist eine konzertierte Aktion gegen alle demokratischen Parteien, die wir aufs Schärfste verurteilen. Dies ist eine erneute Grenzüberschreitung, die wir nicht hinnehmen. Besonders perfide ist der Versuch, unsere eigenen nationalen Farben dafür zu missbrauchen. Schwarz-Rot-Gold steht nicht für Ausgrenzung – sondern für Freiheit, Demokratie und Vielfalt. Diese Farben sind das Ergebnis unserer Geschichte und unseres Grundgesetzes. Wer sie benutzt, um Hass zu markieren, stellt sich bewusst gegen genau diese Werte.
Für Gewalt gegen unsere Demokratie gibt es keine Rechtfertigung. Der Staatsschutz ermittelt.“

Jolyn Muijsers und Daniela Zuze, Kreissprecherinnen Die Linke Flensburg:
„Als Die Linke Flensburg verurteilen wir den erneuten Brandanschlag auf mehrere Parteibüros, darunter auch unseres, aufs Schärfste. Besonders alarmierend ist, dass sich unser Büro in einem Wohnhaus befindet und durch die Tat konkret Menschenleben in Gefahr waren. Diese Angriffe sind Ausdruck politisch motivierter Gewalt gegen demokratische Akteur*innen, der wir uns solidarisch und entschlossen entgegenstellen.“

Kianusch Stender, MdL, Vorsitzender der SPD Flensburg:
“Wir Demokrat*innen lassen uns von sowas nicht beeindrucken. Dieser Hass ist Rückenwind für unsere Arbeit, weil wir sehen, was die Rechtsextremisten zur neuen Normalität werden lassen wollen.”

Christian Dirschauer, MdL, Vorsitzender der SSW-Landtagsfraktion:
„Ich verurteile die Angriffe auf die Parteibüros in Flensburg, darunter auch mein Wahlkreisbüro. Für politische Auseinandersetzung stehe ich jederzeit zur Verfügung. Wer stattdessen zu Vandalismus und Gewalt greift, verlässt den demokratischen Diskurs und wird zum Fall für Polizei und Justiz. Solche Taten beeindrucken uns nicht und bringen uns auch nicht von unserem Kurs ab. Die demokratischen Parteien stehen zusammen.”

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